Geschichte der Goetheschule

1831
Der Lehrer Johann Christian Blanck eröffnet in der Osterstraße die erste Schule Bremerhavens - eine private Volksschule für Jungen und Mädchen - die als unmittelbare Vorgängerin der Goetheschule gilt und auf die damit die Tradition der Goetheschule gründet

1843
Blanck muss seine Schule aufgeben, in dessen Gebäude nun die evangelische Kirchengemeinde die erste öffentliche Volksschule gründet.

1844
Die Volksschule zieht um in ein neues Gebäude in der Bürger / Ecke Kirchenstraße. Wachsende Schülerzahlen erzwingen mehrfach Umbauten und Erweiterungen.

1857
Steigende Schülerzahlen führen zur Trennung der Volkschule in eine Knabenvolksschule - die spätere "alte" Goetheschule - und eine Mädchenvolksschule - die spätere Schillerschule - noch im Schulgebäude in der Kirchenstraße. Die Leitung der Knabenvolksschule übernimmt Emil Ittig von 1857 - 1880. Sein Ziel ist die Verbesserung des Leistungsstandes der Schule. Dafür entwirft er einen der Zeit angepassten Lehrplan und gibt eine eigene Fibel heraus.

1862
Trennung von Schule und Kirche. Die Verwaltung der Volksschule übernimmt die Stadt Bremerhaven, der Bremer Senat übt Rechte als oberste Schulbehörde aus.

1866
Die Knabenvolksschule - also die spätere Goetheschule - zieht in ein neues Gebäude auf dem Gelände der heutigen Schillerschule um.

1872/1873
An der Grenzstraße 4 entsteht ein neues, modernes Schulhaus mit 24 Klassenräumen, einer Aula, einem Zeichen- und einem  Musiksaal, einem Raum für Physik und Chemie und einem Arztzimmer. 

1873
Englisch wird als Pflichtfach für die Klassen 4-8 eingeführt.

1882
Die hohen Anforderungen der Schule an die Schüler resultiert in einer hohen Sitzenbleiberquote (22%). Turnen wird fester Bestandteil des Lehrplans.

1885
Es gibt zum ersten Mal Hitzefrei (bei 25° im Schatten um 11:00 Uhr).

1888
Einrichtung der Schülerwerkstatt (Handfertigkeitsschule).

1895
Durch die Eröffnung des Marienbades kann der Schwimmunterricht eingeführt werden.

1898
Einrichtung der ersten Hilfsschulklasse in Bremerhaven, später gibt es auch Förderabschlussklassen ohne Englischunterricht.

1908
Die Knabenvolksschule wird aufgeteilt in die Knabenschule I (spätere Goetheschule) und die Knabenschule II (spätere Pestalozzischule).

1910
Die beiden Knabenschulen werden nach Errichtung des Doppelgebäudes an der Wiener Straße räumlich getrennt und erhalten ihre heute geläufigen Namen: Die Goetheschule bleibt an der Grenzstraße, die Pestalozzischule zieht in die Wiener Straße um.


Das Lehrerkollegium der Goetheschule um 1923

stehend: Joachim Meyer, Walter Klie, Albert Schmidt,
Otto Hoffmann, Karl Poetzsch, Hans Hasseldieck,
Wilhelm Klemann, Wilhelm von Horn, Erich Kindervater

sitzend: Hugo Homann, Clamor Ehlert, Fritz Kindervater,
Heinrich Rahmeyer, J.J. Cordes, Heinrich Teggemann
 

18.09.1944
Zerstörung der alten Goetheschule durch einen Bombenangriff; die Schüler ziehen als Gastschüler in die Pestalozzischule ein.

1949
Umstrukturierung des Schulsystem auf die 6-jährige Grundschule.

Februar 1954
Baubeginn für die neue Goetheschule in der Deichstraße 39. Die Schulleitung übernimmt ab dem 01.04.1955 für 11 Jahre Angelus Refinger.

Ostern 1956
Ein langer Zug von Jungen und Mädchen zieht nach 12jähriger "Gastzeit" von der Pestalozzischule zur neuen Goetheschule, um vom ersten Flügel des neuen Schulgebäudes Besitz zu ergreifen.

13.10.1956
Fertigstellung und Einweihung der neuen  Goetheschule.

August 1956
Schwimmunterricht wird ab jetzt im Stadtbad gegeben.


1957
"Einwandfrei theoretisch begabte Schüler" konnten schon nach der 4. Klasse zum Gymnasium wechseln.

1960
Die Schülerzahlen gehen stetig zurück. Die Schulleitung klagt: "Der große Zustrom an Schülern bleibt aus!"

30.07.1963
Baubeginn der Turnhalle.

21.11.1964
Einweihung der Turnhalle.

01.04.1966
Die Schulleitung übernimmt Herr Gerhard Oldenburg.

1968
Steigende Schülerzahlen: Die Goetheschule kann den Andrang von Schülern kaum mehr bewältigen.

1971
Installation einer Druckknopfampel vor der Goetheschule.

1973
Höchststand der Belegung: In 21 Klassenverbänden plus Schulkindergarten sind fast 700 Kinder mit Unterricht zu versorgen.

1974/1975
Durch den Pillenknick  werden nur noch drei Klassen eingeschult. Tiefpunkt der Belegung ist 1983: Die Goetheschule ist nur noch zweizügig.

1977
Die Kinder der 4. Klassen gehen geschlossen zur Orientierungsstufe über. Die Grundschule ist jetzt nur noch 4-jährig.

1978/1979
Die Kaufmännischen Lehranstalten belegen 6 Klassenräume im Südflügel des Gebäudes.

1981
25 Jahre neue Goetheschule.

 

1983
Herr Felis übernimmt die Schulleitung bis 2006 und wird bis 1989 von Herrn Rupf als Konrektor unterstützt.

 

1989
Herr Rupf wird von Frau Molitor als Konrektorin abgelöst, die diesen Posten bis 2010 wahrnimmt.

 

1993
Einweihung unseres Schulgartens. Schulverschönerung: Herstellung der Nistkästen, des Insektenhotels und Anlage eines Sinnespfades zur Verschönerung des Außengeländes.
Für die Flure werden zwei Fliesenmosaiks erstellt.

 

13.05.2000
Der Förderverein, unter Vorsitz von Herrn Horst Lüdtke, kann endlich am 13. Mai 2000 die langersehnte Einweihung des Grillhauses vornehmen.

2006
Frau Kohlschmidt wird Schulleiterin bis 2011.

Juni 2010
Der Erlös des Bratwurstverkaufs einer neuen Discounter Filiale ermöglicht im  Juni 2010 die Anschaffung einer Kletterpyramide für den Schulhof.
 

2010
Frau Ostendorf wird Konrektorin und übernimmt ab Ende 2011 kommissarisch die Schulleitung.

03.04.2011
Nun haben wir auch endlich eine eigene Homepage.

2012
Frau Ostendorf wird Schulleiterin der Goetheschule. Frau Torge ist Konrektorin.

2015
Die Goetheschule wächst wieder! Zu Beginn des Schuljahres 2015/16 werden drei erste Klassen eingeschult.

2017/2018
Das Lehrerfortbildungsinstitut und die Stadtbildstelle sind aus dem Südflügel ausgezogen. Die Goetheschule benötigt die Räume wegen der stetig wachsenden Schülerzahlen. Inzwischen sind der 1., 2. und 3. Jahrgang wieder dreizügig. Zum Ende des Schuljahres muss auch das Landesinstitut für Schule ausziehen, um Platz für weitere Klassen zu schaffen.

2019/2020
Der Südflügel ist nun ausschließlich von Kindern belegt. Die Jahrgänge 1 und 2 sind vierzügig. In zwei Jahren werden alle Jahrgänge vierzügig sein. Im obersten Stockwerk des Südflügels befinden sich seit Beginn des Schuljahres zwei Hortgruppen.

Anrede

* Pflichtfeld